Rolf Walser
Interview: OK-Präsident und Gesamtschulleiter über das «Speuzer Schuelfescht»
Die GV fand auf dem Betrieb der Familie Wehrli statt. Bild: zvg
Die diesjährige Hauptversammlung des Vereins Freunde der SVP (VFS) fand erstmals auf dem Betrieb der Weinfamilie Wehrli in Küttigen statt. Präsident Udo Fuchs durfte eine erfreulich grosse Zahl von Mitgliedern begrüssen und eröffnete den Anlass in festlicher Atmosphäre.
Nach dem Apéro wurde den Gästen ein reichhaltiges Menü serviert. Das Salatbuffet mit verschiedenen Dressings sowie zwei Varianten Fleischkäse mit Kartoffelsalat stammten von der Berchtold Fleisch AG in Muhen. Ergänzt wurde das kulinarische Angebot durch Apérogebäck, Brot und verschiedene Törtli-Spezialitäten vom Jaisli-Beck in Buchs. Auch die Weine der Gastgeberfamilie Wehrli fanden grossen Anklang bei den Anwesenden. Der Verein sprach der Weinfamilie seinen Dank für die Gastfreundschaft und die Durchführung auf ihrem Betrieb aus.
Nationalrätin Steffi Burkart konnte aufgrund eines besonderen Ereignisses leider nicht teilnehmen. Zudem führte der Termin direkt nach den Osterferien dazu, dass mehrere Mitglieder anderweitig verpflichtet waren.
Vor Beginn des offiziellen Teils gedachte die Versammlung eines verstorbenen Mitglieds. Erstmals wurde zudem gemeinsam die Schweizer Nationalhymne gesungen.
Der geschäftliche Teil der Generalversammlung wurde gemäss den traktandierten Geschäften abgewickelt. Präsenzliste, Protokoll der letzten Generalversammlung sowie der Jahresbericht des Präsidenten wurden einstimmig genehmigt.
Die Jahresrechnung zeigte, dass insbesondere die Behördenwahlen finanzielle Auswirkungen auf die Vereinskasse hatten. Nach dem Bericht des Revisors erteilten die anwesenden Mitglieder dem Kassier sowie dem Vorstand Décharge. Sämtliche bisherigen Funktionäre wurden bestätigt. Ihnen wurde für ihr Engagement und ihre Bereitschaft gedankt, sich weiterhin für das Wohl des Vereins einzusetzen.
Auch das Budget 2026 sowie das Jahresprogramm 2026/27 wurden angenommen.
Im Hinblick auf die Nationalrats- und Ständeratswahlen im Herbst 2027 kündigte der Verein an, kandidierende Mitglieder aktiv zu unterstützen. Zudem unterstützt der VFS weiterhin die Schweizerische Schüler- und Studenteninitiative (SSI), eine bürgerliche Vereinigung.
Für die kommenden Monate sind weitere Veranstaltungen zu politischen Themen sowie zu eidgenössischen Abstimmungen geplant. Der Verein beteiligte sich im vergangenen Jahr an sämtlichen Delegiertenversammlungen der SVP Schweiz, an den Kantonalparteitagen der SVP Aargau sowie an verschiedenen Sessionsrückblicken der Partei.
Ebenfalls abgeschlossen wurde die neue Website des Vereins, die laufend ergänzt werden soll.
Beim Rückblick auf die Wahlen 2025 wurde festgehalten, dass die SVP insgesamt erfolgreich abgeschnitten habe, allerdings nicht in allen Bereichen. Kritisch erwähnt wurden insbesondere der Verlust von Laienbezirksrichtern und Friedensrichtern sowie inaktive Ortsparteien, deren Situation verbessert werden müsse.
Nach dem offiziellen Teil stellte Präsident Udo Fuchs den Ehrengast des Abends vor: alt Nationalrat und Historiker Dr. Ulrich Schlüer. In seinem Referat beleuchtete er die Geschichte und Bedeutung der schweizerischen Neutralität.
Der Vortrag war in drei Teile gegliedert. Zunächst erläuterte Schlüer die Entstehung der Neutralität in der Zeit der Stauferkaiser, welche den Urnern und Schwyzern Privilegien zur Sicherung des Gotthardpasses gewährt hatten. Nach dem Machtwechsel zu den Habsburgern seien diese Rechte infrage gestellt worden, was schliesslich 1291 zur Gründung der Eidgenossenschaft geführt habe. Der Bundesbrief von 1291 bilde bis heute eine Grundlage des schweizerischen Neutralitätsgedankens.
Im zweiten Teil widmete sich Schlüer der modernen Schweiz seit 1848 und der Bundesverfassung. Er erläuterte das völkerrechtlich anerkannte Neutralitätsrecht, das seit 1907 im Haager Neutralitätsabkommen festgeschrieben ist. Dieses verpflichte neutrale Staaten zur Unparteilichkeit und Nichtteilnahme an bewaffneten Konflikten.
Im dritten Teil setzte sich der Referent kritisch mit der heutigen Neutralitätspolitik auseinander und stellte die Frage, weshalb Bundesrat und Parlament die Neutralität seiner Ansicht nach zunehmend infrage stellten. Dabei verwies er auch auf die kommende eidgenössische Abstimmung im September 2026.
Der Vortrag wurde von den Anwesenden mit lang anhaltendem Applaus verdankt.
Zum Abschluss des Abends wurden nochmals verschiedene Törtli-Spezialitäten serviert. Beim gemütlichen Beisammensein und einem Glas Wein aus dem Hause Wehrli nutzten die Mitglieder die Gelegenheit zu angeregten politischen Gesprächen und zum geselligen Austausch.
Franz-Udo Fuchs, Präsident VFS
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