Yvette Körber
Frau Gemeineammann von Oberentfelden im Interview
Am vergangenen Montag wurde in der Telli das neue Gebäude der Kantonspolizei Aargau feierlich eröffnet – neben zahlreichen Funktionären der Polizei gab sich auch die lokale Politprominenz die Ehre.
Aarau Nach über zehn Jahren Planung, drei Jahren Bauzeit und Kosten von 65 Millionen Franken ist es so weit: Der «3. Bruder» der Telli steht. Im neuen Polizeigebäude, flankiert vom Finanzdepartement und dem alten Polizeigebäude, arbeiten die Kantonspolizei und die Kantonale Staatsanwaltschaft künftig unter einem Dach. Insgesamt entstehen 160 Arbeitsplätze, die für Sicherheit im ganzen Kanton sorgen sollen.
Sichtlich stolz zeigte sich demzufolge auch die versammelte Führungsriege des Kantons: «Heute ist ein besonderer Tag», wusste beispielsweise Regierungsrat und Vorsteher des Departements Finanzen und Ressourcen Markus Dieth den Bau einzuordnen – doch nicht nur für die Kantonspolizei oder die Kantonale Staatsanwaltschaft, die im Neubau an der Tellistrasse ihren neuen Arbeitsplatz finden, sondern für die Telli als solches – und darüber hinaus auch für den ganzen Kanton Aargau.
Dieth betonte die staatstragende Rolle der beiden Player Polizei und Staatsanwaltschaft sowie deren Bedürfnis nach einem modernen und inspirierenden Zuhause, das Raum schafft, ihre grosse Aufgabe auch am Schopf zu packen.
Seitens der Gesetzeshüter ergriff der Polizeikommandant des Kantons Aargau, Michael Leupold, das Wort. «Der heutige Tag ist ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der Kantonspolizei und ein Freudentag für alle, die hier arbeiten dürfen.» Er hob vor allem die dedizierte und sichere Infrastruktur für das Cybercrime-Center hervor – ein Sachverhalt, von dem vor 45 Jahren beim alten Gebäude wohl kaum die Rede sein konnte.
Neu kommen zudem drei Schiesskeller hinzu. Im neuartigen «Schiess-kino» können realistische Szenarien auf eine Leinwand projiziert und geübt werden – im simulierten sowie scharfen Schuss.
Leupold dankte zudem dem Finanzdepartement, bei dem sich auch die «Benutzerseite» mehr als genügend habe einbringen können.
Auch Landammann Dieter Egli unterstrich das Zeichen der inneren Sicherheit, das der Aargau mit dem Polizeigebäude setzt. Wie nie zuvor müsse die Polizei anpassungsfähig auf Bedrohungen jeder Art reagieren können, physisch wie digital. Der neue Standort biete für diese hohen Ansprüche genau den richtigen Raum.
Doch nicht nur das Gebäude selbst, auch dessen Lage könnte, so Egli, nicht günstiger sein: als Teil der «Tre FraTelli» direkt neben dem alten Polizeigebäude und dem Finanzdepartement im Tellihochhaus. Die Kapo müsse lediglich ihrem Instinkt Einhalt gebieten, angesichts dieses Namens und der steigenden Clan-Kriminalität die Ohren zu spitzen und allenfalls Untersuchungen in die Wege zu leiten, schmunzelte der Landammann.
Er beendete seine Rede pointiert: «Ein Hoch auf das Haus für alle Fälle – und auf alle, die dafür sorgen, dass es keine Fälle gibt.»
Von Joel Dreier
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