Yvette Körber
Frau Gemeineammann von Oberentfelden im Interview
Nach acht Jahren als Oftringens Gemeindeammann zieht Hanspeter Schläfli Bilanz. Im Interview spricht er über ein intensives letztes Amtsjahr, grosse Infrastrukturprojekte, den schrittweisen Rückzug aus dem Berufsleben und den Blick nach vorne – für die Gemeinde ebenso wie für ihn persönlich.
Abwechslungsreich, viel Arbeit, gegen Ende des Jahres aber auch ein wenig Abschied. Zudem die Vorbereitung auf einen Neuanfang im Beruf mit einem neuen Ressort, aber auch private Änderungen, welche sich durch das Erreichen des Pensionierungsalters abzeichnen.
In der Privatwirtschaft ist ein schrittweiser Rückzug aus dem Arbeits- und Berufsleben an vielen Orten möglich. Das Amt des Gemeindeammanns ist in Oftringen ein Vollzeitjob, daher habe ich mich entschieden, meinen Rückzug nicht von 150 auf null Prozent, sondern mit einem Zwischenschritt zu vollziehen.
Für mich ein absoluter Nebenschauplatz respektive eine zeitgemässe Änderung.
Das schnelle Wachstum der Gemeinde, verbunden mit hohen Investitionen in die Infrastruktur, insbesondere in die Schulbauten.
Bei meiner letzten Gemeindeversammlung hat unser Vizeammann vorgerechnet, dass ich in den acht Jahren als Gemeindeammann vier Schulbauten eröffnen konnte. Jede Eröffnung war speziell und die Bauten finden allgemein grossen Anklang.
Im Grossen und Ganzen keine Niederlagen, welche mich zurückwarfen, sondern eher Verzögerungen oder ein Ziel konnte nicht ganz erreicht werden.
Im nächsten Jahr steht die Umzonung der Parzelle 420 durch die Gemeindeversammlung Oftringen an erster Stelle. Gleichzeitig bereitet die Projektgruppe in der erzo die Ausschreibung für den Bau der neuen KVA vor. Aufgrund der Ergebnisse der Ausschreibung kann dann entschieden werden, ob das Projekt weiterverfolgt werden kann.
Die Planung der weiteren Schulbauten aufgrund der prognostizierten Schülerzahlen erfordert einen grossen Einsatz aller Beteiligten.
Der Gemeinderat handelt in erster Linie zum Wohl der Gemeinde. Persönliche Bedürfnisse treten dabei in den Hintergrund. Von einem Brodeln kann nicht gesprochen werden, Frau Sommer hat ihren persönlichen Entscheid auf Grund ihrer persönlichen Einschätzung getroffen.
Die Ressortverteilung wurde mit den vier Gewählten eingehend besprochen, das 5. Ressort wurde für die zwei Monate in dem Sinn aufgeteilt, dass keine Aufgaben liegen bleiben werden.
Sicher die wichtigen Gemeindeversammlungen, insbesondere die erste Versammlung am 26. März 2026, wenn es um die Umzonung der Erzo-Parzelle geht. Daneben sind auch die traditionellen Anlässe wie der Neujahrsapéro oder der grosse Brunch am 1. August zu nennen.
Ich wünsche meinem Nachfolger viel Erfolg und alles Gute in der herausfordernden Aufgabe. Auch bedanke ich mich bei allen, die mich in den acht Jahren als Gemeindeammann unterstützt und begleitet haben.
Interview: Joel Dreier
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