Rolf Walser
Interview: OK-Präsident und Gesamtschulleiter über das «Speuzer Schuelfescht»
Frank Kessler präsidiert seit drei Jahren den Gewerbeverein Seetal und zieht eine positive Bilanz. Im Gespräch erzählt er von gelungener Zusammenarbeit mit dem Nachbarverein Seon, vom Wandel beim Thema Fachkräftemangel und von der grossen Gewerbeausstellung, die 2027 in Seengen auf die Beine gestellt wird.
Herr Kessler, Sie sind seit drei Jahren am Steuer des Gewerbevereins Seetal. Wie haben Sie Ihre Amtszeit bisher erlebt?
Ich habe viele positive Begegnungen im Seetal erleben dürfen. Ich wohne erst seit 2021 in Tennwil, daher war für mich damals vieles neu.
Nehmen Sie uns mit: Konnten Sie die in den letzten drei Jahren gesteckten Ziele erreichen? Musste der Gewerbeverein auch mal Rückschläge hinnehmen?
Zum einen haben wir es geschafft, mit unserem Nachbarverein, dem Gewerbeverein Seon, zu kooperieren. Dies wurde gemäss den Protokollen vor unserer Zeit oftmals vergeblich versucht. Zum anderen ergab eine Umfrage im Juni vor zwei Jahren bei über 140 Vereinsmitgliedern für eine künftige Gewerbeausstellung ein ernüchterndes Resultat: Nur 33 Mitglieder stellten ein Mitmachen in Aussicht.
Im Interview vor zwei Jahren war der Fachkräftemangel ein grosses Thema. Wie hat sich diese Sachlage in der Zwischenzeit entwickelt?
Im Seetal hat sich dieses Thema in der vergangenen Zeit doch etwas relativiert. Es ist für uns eher zu einem Modewort in aller Munde und Medien geworden/avanciert. Attraktive, zeitgemässe und innovative Unternehmen beklagen sich diesbezüglich nicht. Wenn man nachhaltigen Erfolg haben will im heterogenen Personalmarkt, so muss man sich immer wieder von neuem profilieren.
Apropos Fachkräfte: Was unternimmt der GVS konkret, um Junge für eine Berufslehre zu begeistern?
Wir arbeiten aktuell erfolgreich mit der Schule Fahrwangen zusammen. Die künftigen Schulabgänger können die BOS+-Tage (Berufe Oberes Seetal und Umgebung) nutzen und verschiedene Betriebe und Branchen an zwei Tagen anfangs September 2026 näher kennen lernen. Dies ist für alle Beteiligten bestimmt von grossem Nutzen. Und wer weiss: Vielleicht darf aufgrund dieser Aktivitäten daraus ein Schnupperlehrplatz belegt und danach sogar eine Berufslehre absolviert werden.
Wir vernetzen die ansässigen KMU. Die Anlässe zu wirtschaftlich relevanten Themen und das gesellige Zusammensein für unsere Mitglieder ist uns ein Anliegen.
Wir führen pro Geschäftsjahr sechs bis acht Anlässe in der Region durch. Dies sind Treffen nach Feierabend, an welche man spontan kommen kann (auch in Arbeitskleidung), bis hin zu einem Wirtschafts- oder Kulturanlass an einem Sommerabend in der Region.
Was zeichnet das Seetal als Gewerbestandort aus?
Wir sind ländlich und mit «unserem» Hallwilersee haben wir einen Anziehungspunkt für jeden Tag der Woche. Wir sind eine bunte Gemeinschaft von vielen KMU.
Wie sieht die Zusammenarbeit mit anderen Gewerbevereinen und regionalen Organisationen aus?
Wir Präsidenten vom Bezirk Lenzburg treffen uns zwei Mal im Jahr zum Austausch. Auch sehen wir uns immer wieder an den Anlässen des Aargauischen Gewerbeverbandes.
Wie bereits oben erwähnt haben wir im vergangenen Jahr den Gewerbeverein Seon und sie uns an Anlässe eingeladen. Ziel war es, dass wir uns gegenseitige etwas annähern und das ist uns gelungen! Daraus entstand die im nächsten Jahr in Seengen stattfindende Gewerbeausstellung. Das Organisationskomitee mit Peter Sandmeier (alias BUSI) an der Spitze besteht aus Mitgliedern beider Gewerbevereine.
Welche Veranstaltungen können sich die Leser rot im Kalender anstreichen?
Die nächste grosse Veranstaltung ist die Gwärbi Seetal vom 16. bis 18. April 2027 in Seengen.
Sie haben das letzte Wort.
Ich lade alle Gewerbetreibenden, welche einen Bezug haben zu den Gemeinden Fahrwangen, Meisterschwanden, Tennwil, Seengen, Boniswil, Hallwil, Leutwil und Dürrenäsch ein, bei uns an einem Anlass teilzunehmen, um anschliessend sicher zu sein, unserem Verein beizutreten. Ebenfalls freut es mich, möglichst viele Leserinnen und Leser im April 2027 an der Gwärbi Seetal (16. bis 18. April 2027) begrüssen zu dürfen!
Interview: Joel Dreier
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