Marcel Kunz
Der Wm der Repol Zofingen hielt einen Vortrag zu den aktuellen Betrugsmaschen
Christoph Blocher
Einst hatte die Schweiz eine Armee, die ihre gesamten Bestände im Ernstfall innert 24 bis 48 Stunden mobilisieren, ausrüsten und zur Landesverteidigung bereitstellen konnte. Eine Armee von gegen 700'000 Wehrmännern – nota bene!
Weltweit wurde dieses Erfolgsrezept bewundert. Voraussetzung war, dass jede Einheit ihr Material, ihre Waffen und Fahrzeuge kriegsbereit in einem Zeughaus und im Armeemotorfahrzeugpark (AMP) eingelagert hatte und im Ernstfall sofort dort abholen konnte.
Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1989 glaubten die Politiker, es gebe nie mehr Krieg. Im Abrüstungswahn beschloss man auf Druck der USA mit der Nato eine «Partnerschaft für den Frieden». Es galt, sich der NATO anzupassen. Das Volk wurde bei dieser Änderung der Armeedoktrin schon gar nicht gefragt.
Weil die Nato nicht das schweizerische «Holprinzip», sondern das «Bringprinzip» kennt, hat die Schweiz ihre bisherige sehr erfolgreiche Mobilisierung preisgegeben. Von nun an wurden – vereinfacht gesagt – die Taschenlampen aus Genf, die Maschinengewehre aus Chur und die Panzer aus Wil geliefert. Das würde wochenlang dauern, bis alle bereit sind.
Nun soll dieses falsche Konzept aufgegeben werden und «wieder zurück ins Alte» gelten. Wie früher gilt eine dezentrale Lagerung. Also zurück in die Zukunft. Nur kostet die Rückkehrarbeit viele Milliarden.
Ganz ähnlich bei den Festungen und Bunkern: Sie wurden seit den 1990er Jahren aufgegeben, abgewrackt, verkauft. Jetzt sollen gemäss neuem Konzept etliche davon wieder aktiviert werden. Natürlich gibt es in Politik und Armee niemand zu: Das Bisherige, aber sehr Bewährte ist oft besser als das moderne, zeitgemässe Konstrukt. Von früheren Falschbeurteilungen und Führungsfehlern wird nicht gesprochen.
E gfreuti Wuche
Christoph Blocher
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