Sinisha Lüscher
Er gehört zu den Favoriten an der Niklaus-Thut-Schwinget in Zofingen
Im Länzertwald liess sich die SVP Niederlenz über die Wasserversorgung informieren.
Bild: zvg
Im Rahmen der jährlichen Besichtigungen von Unternehmen und Anlagen in der Region besuchte die SVP Niederlenz am 10. Juni das Wasser-Reservoir im Boll.
Niederlenz Zahlreiche Mitglieder und Gäste nutzten die Gelegenheit, sich über die Wasserversorgung von Niederlenz zu informieren. Von den Regionalen Technischen Betrieben, RTB, gaben M. Portmann, Leiter Wasser und Fernwärme sowie T. Knechtli, Leiter Anlagen und Netze, Einblicke in die Anlagen. Die beiden Reservoirs befinden sich im Lenzburger Wald.
Zwischen den beiden Reservoirs informierten die beiden Fachpersonen über die Wasserversorgung. Ein Teil der Teilnehmer/innen und Teilnehmer konnte dabei auf den zwei zur Verfügung gestellten Festbänken Platz nehmen. Das ältere Reservoir wurde 1940 erstellt, das neue Reservoir konnte 1990 in Betrieb genommen werden.
Niederlenz zählte Ende 2025 5016 Einwohner. Pro Person werden täglich 183 Liter Wasser bezogen. In den beiden Anlagen lagern 390'000 Kubikmeter Wasser. 2025 betrug der Wasserverlust im Dorf durch undichte Leitungen oder Hydranten 18 Prozent. Die beiden Pumpwerke befinden sich im Länzertwald, neben dem kantonalen Mittelpunkt. Das Leitungsnetz in Niederlenz umfasst 30 Kilometer.
Am Anfang wurde das Wasser durch Tonröhren transportiert, später durch Graugussrohre. Bei Erneuerungen werden heute Kunststoffrohre eingebaut. In der Staufbergstrasse, die saniert und ausgebaut wird, kommen diese neuen Kunststoffrohre zum Einsatz. Im Dorf stehen rund 230 Hydranten für den Löschschutz zur Verfügung. Bei einem wöchentlichen Rundgang werden die Anlagen überprüft. Ein Team von vier Personen ist für den Bereich Wasser zuständig.
Der Wasserpreis beträgt 1.50 Franken pro Kubikmeter, also pro 1000 Liter. Die Wassertemperatur liegt bei 13 bis 15 Grad Celsius. Das alte Pumpwerk im Hörnizopf bei der Einfahrt in das Kieswerk liegt in der Schutzzone. Die Pumpen von 1953 werden weiterhin unterhalten. Das Pumpwerk dient jedoch nur noch als Reserve.
Nach den Informationen durften die Teilnehmenden den Keller des neuen Reservoirs besichtigen. Dort erhielten sie durch ein Fenster Einblick in die Lagerung des Grundwassers. Im Freien konnten sie sich anschliessend verpflegen und die mitgebrachten Getränke geniessen. Dabei wurde auch über die folgenden Abstimmungen diskutiert. Den beiden Vertretern der RTB wurde für ihre Ausführungen gedankt.
Auch das Wetter spielte mit: Es fiel kein Tropfen Regen. Nach den Diskussionen machten sich die Teilnehmenden auf den Heimweg.
W. Gloor
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