Alfred Stiner
Der Gemeindeammann von Unterentfelden im Interview
Täuschend echt: die Zweithaarsysteme im Hair Center am Aarauer Graben.
Bild: zvg
Es sei ein schöner Moment gewesen, erinnert sich Monika*, als sie vom Hair Center nach Hause gekommen sei. «Als mich mein 17-jähriger Sohn sah, rief er sogleich: Mama, endlich siehst du wieder aus wie du!» Vor einigen Tagen, wie angekündigt, verlor sie immer mehr Haare, Haare überall Haare! «Theoretisch spielt das Aussehnen keine Rolle, wenn man mit einer schweren Krankheit ringt. Aber für mich war die Tatsache, dass ich mich entstellt fühlte, doch sehr schmerzlich.» Darum sei sie froh gewesen, noch vor Beginn der Chemotherapie das Hair Center am Graben in Aarau aufgesucht zu haben. «Dort konnte ich meine Perücke auswählen, die genau so aussah wie meine Haare.» Was Monika positiv überraschte: «Das Hair Center reservierte meine Perücke provisorisch für einen Monat, damit diese mir im «Notfall» sofort zu Verfügung stehen würde, sogar die Abrechnung mit der Versicherung wurde vom Hair Center übernommen.
Das Kompliment ihres Sohnes war für Monika vor allem deswegen wichtig, weil sie bei ihm gespürt hatte, dass er der Idee von Zweithaar skeptisch gegenüberstand. «Er befürchtete, dass ich mit einer Perücke seltsam aussehen würde, und dass sie mir, wie peinlich, davonfliegen könnte.» Bedenken, welche die kompetenten Beraterinnen und Berater vom Hair Center schnell zu zerstreuen vermochten. «Dort sah ich, dass man in einem Fachgeschäft, das über so eine grosse Auswahl an Haarersatz verfügt wie das Hair Center, heute Perücken erhält, die von Auge nicht als Zweithaar zu erkennen sind.»
Besonders angetan ist Monika davon, wie die Perücke individuell und naturgetreu angepasst wurde, ja dass man sogar ihre Kopfhaut durchschimmern sieht, «so, wie es bei einer gesunden Person mit Haaren auch der Fall ist.» Zudem, ist sie begeistert, «kann die Perücke auch nicht verrutschen, wegfliegen schon gar nicht. Sie wird nämlich am Kopf angeklebt! So könnte ich mit ihr, wenn ich es wollte, sogar schwimmen gehen!» Für sie steht fest: «Natürlich ist die Gesundheit wichtiger als Äusserlichkeiten. Aber dass ich heute in den Spiegel schauen kann und darin mein Gesicht, meine Frisur sehe – das hilft mir beim Heilungsprozess eben auch.»
pd
*Name von der Redaktion geändert
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