Rolf Walser
Interview: OK-Präsident und Gesamtschulleiter über das «Speuzer Schuelfescht»
Am 9. Mai wird Oftringen erneut zum Schauplatz des Aargauischen Feuerwehrmarsches. Nach der Premiere im vergangen Jahr messen sich auch heuer an der 52. Ausgabe diverse Angehörige der Blaulicht-organisationen in Kameradschaft und Ausdauer.
Oftringen Wie der Volksmund so schön sagt: Unverhofft kommt oft. Dem Denken vieler zuwider, muss das aber nichts Schlechtes bedeuten. Ganz im Gegenteil: Manchmal entpuppt sich Unverhofftes als wahrer Glücksfall. So etwa die Möglichkeit für den Feuerwehrverein Oftringen, im Auftrag der Stützpunktfeuerwehr Zofingen drei Ausgaben des Aargauischen Feuerwehrmarsches durchzuführen. «An der Delegiertenversammlung des Aargauischen Feuerwehrverbandes 2023 wollte man eine Austragung in der Region Zofingen», erinnert sich OK-Vizepräsident Beat Muntwyler. Man werde das abklären, liess er damals verlauten – bis wenige Wochen später die Austragung in Oftringen schon schwarz auf weiss verkündet wurde. «Da konnten wir ja gar nicht mehr anders», lacht Muntwyler.
Wie bestellt, so geliefert: Der Feuerwehrverein Oftringen leistete für die 51. Ausgabe im letzten Jahr Grosses. Mit knapp über 1200 Teilnehmenden konnte ein Rekordjahr gefeiert werden, das Echo aus der Bevölkerung sei hervorragend gewesen. Ein Effort, ermöglicht durch die zahlreichen helfenden Hände des Feuerwehrvereins, wie Vereins- und OK-Präsident Ruggero Zähringer bestens weiss. Der Mammutaufgabe Feuerwehrmarsch stehen in diesem Jahr 22 Köpfe im OK und rund 70 Helfer gegenüber. Seit rund einem halben Jahr stecken sie die Köpfe zusammen, damit am 9. Mai alles reibungslos über die Bühne geht – oder eben marschiert. Dass auch der eine oder andere Ferientag daran glauben muss, nimmt man gerne in Kauf, so Zähringer. Anders ginge es nicht: Allein der Donnerstag vor dem Event bis am Montag danach sei ein einziger Dauereinsatz.
Die Marschroute führt die Teilnehmenden über 15 Kilometer von Oftringen in die Thut-Stadt Zofingen und wieder zurück. Auf dem Weg sorgen vier Verpflegungsposten für das leibliche Wohl. Ein Lauf im Tenue ist erwünscht, aber nicht Pflicht – nicht zuletzt, weil sich der Lauf nicht nur an die Mitglieder der Feuerwehr richtet, sondern an alle Blaulichtorganisationen sowie an deren Familienangehörige.
«Der Marsch ist da, um die Kameradschaft zu pflegen und Freude zu haben», sagt Zähringer. Um eine sportliche Höchstleistung gehe es nicht. Unterstrichen wird diese Philo-sophie auch mit dem Hauptpreis des Tages, dem Wanderpokal. Dieser wird nicht an die schnellste Gruppe vergeben, sondern an die grösste. Allfälligen Ambitionen, die Stützpunktfeuerwehr Zofingen in den ewigen Siegerlisten zu sehen, muss jedoch Einhalt geboten werden: Zwecks Einsatzbereitschaft läuft vom Standort Zofingen, welcher 2024 mit der Feuerwehr Oftringen fusioniert hat, niemand mit. Hauptfavorit dürfte die Feuerwehr Wettingen sein, die den Pokal schon sieben Mal in die Höhe recken durfte, zuletzt im vergangenen Jahr in Oftringen.
Auch für ein umfassendes Rahmenprogramm ist gesorgt. Um 7.30 Uhr öffnet die Festwirtschaft; nach dem Kontrollschuss um 14.30 Uhr tritt das Füürwehrchörli Oftringen auf. Neben Grusswort aus der Politik von Nationalrat Benjamin Giezendanner kommt auch der Aargauische Feuerwehrverband mit Präsident Fabian Engel zu Wort, sowie auch der Bereichsleiter Intervention und Kantonaler Feuerwehrinspektor der Aargauischen Gebäudeversicherung, Reto Graber. Sogar auf der Marschroute ist für Prominenz gesorgt: Landstatthalter Jean-Pierre Gallati und Grossratspräsident Urs Plüss marschieren selbst die 15 Kilometer.
Auf den Lorbeeren des letzten Jahres ruht sich der Feuerwehrverein Oftringen wahrlich nicht aus. Und trotzdem kann Beat Muntwyler selbstbewusst behaupten: «Wenn dieses Jahr alles so abläuft wie im letzten Jahr, haben wir alles richtig gemacht!»
pd
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