Sinisha Lüscher
Er gehört zu den Favoriten an der Niklaus-Thut-Schwinget in Zofingen
Mit «Die Gelato Gang: Gefährliche Ferien» lanciert die Zofinger Autorin Teresa Arzberg den Auftakt einer neuen Buchserie, die ihre Leser in ein Krimiabeteuer auf der sonnigen Halbinsel Grado im Nordosten Italiens entführt. Am 17. Juni präsentiert die Autorin ihr neues Werk mit einer ausgefallenen Lesung in der Stadtkirche Olten.
Zofingen/Olten Während sie unter ihrem bürgerlichen Namen Teresa-Sophie Puhrer als Solistin mit der Argovia Philharmonic auftritt, als Sopranistin für die Solokantate «Gloria» von G.F. Händel Standing Ovations erntet oder mit der Regionalen Musikschule Zofingen als Lehrperson für das Musical «De Tüfel vo Zofige» Regie führt, erschafft sie unter ihrem Autoren-Alias Teresa Arzberg Welten auf Schwarz und Weiss. Das Autorenparkett betritt die Wienerin aber keineswegs als Neuling – machte sie doch im Oktober vergangenen Jahres mit ihrem Erstlingswerk «Art Academy: Das Geheimnis des weissen Kleides» auf sich aufmerksam. Nun folgt der zweite Wurf aus dem Hause Arzberg, der ihrem Debüt in keinster Weise nachsteht – auch wenn sie mit ihrem Kinderkrimi einen Richtungswechsel vollzieht.
Die Geschichte spielt auf der italienischen Ferieninsel Grado, unweit der slowenischen Grenze. Eigentlich der perfekte Ort für Sommer, Sonne und Spass. Doch als die weltbekannte Gelateria überfallen wird und der Eisweltmeister plötzlich spurlos verschwindet, ist es mit der Ruhe vorbei. Emma, Sophie, Dave und Amelie sind überzeugt: Dahinter steckt mehr. Kurzerhand gründen die vier die «Gelato Gang» und nehmen die Ermittlungen selbst in die Hand – ohne zu ahnen, dass sie dabei ins Fadenkreuz einer gefährlichen Verbrecherbande geraten.
Die Idee zur «Gelato Gang» entsprang der Welt der Autorin selbst. Als Funke diente ihre Vorliebe für Krimis und der Wunsch, selbst einen Kinderkrimi zu realisieren – mit der unverkennbaren Arzberg-Handschrift.
Zur Initialzündung durch den Krimi-Funken kam es 2024, als sie die Ferieninsel, wie jedes Jahr, besuchte. «Grado hat schlicht etwas Magisches», schwärmt die Wienerin. Die verwinkelten Gassen, das Licht, das sich auf dem Meerwasser spiegelt – eine Faszination, die sie seit Kindheitstagen begleitet und ein wahres Feuer in Arzberg entzündet hat. Der Kreis schliesst sich: Inzwischen besucht sie den Ferienort mit dem eigenen Nachwuchs.
Dem entstandenen Feuer führen nicht nur Arzberg selbst, sondern auch ihre Kinder und deren Cousinen Sauerstoff zu. Sie sind es auch, denen die vier Protagonisten in gewisserweise ihre Seele verdanken, sind sie nach ihrem Vorbild geschaffen. Ausserdem standen sie der Autorin mit Rat und Tat zur Seite und gaben zu vielen Szenen altersgerechte Rückmeldungen. Eine wichtige Stütze – denn die Schreibarbeit an einem Krimi ist selten einfach, besonders wenn dieser auch in Kindesaugen bestehen soll. «Ich habe immer Tausende Ideen, die ich gleich aufschreiben muss», berichtet sie. Für einen Krimi, der am Schluss funktionieren und aufgehen muss, sei daher eine sorgfältige Planung notwendig, die dann aber auch organisch während des Schreibens ergänzt werde. Das Ziel: Ein packender Ferienkrimi, der zum Miträtseln, Mitfiebern und Weiterlesen animiert – leichtfüssig, humorvoll und voller italienischem Sommerflair.
Am Mittwoch, 17. Juni, liest Teresa Arzberg in der Stadtkirche Olten aus ihrem Werk. Unterstützt wird sie dabei von der Buchhandlung Klosterplatz und der CSS. Wer eine gewöhnliche Lesung erwartet, liegt weit daneben. «Die Kinder werden selbst zu Detektivinnen und Detektiven, lösen Rätsel, folgen Hinweisen und tauchen aktiv in die Geschichte ein», verrät Arzberg. Eines ist sicher: Ob im Buch oder der echten Welt – langweilig wird es nie.
Joel Dreier
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