Sonja Nauer-Mäder
referierte zum Thema «Depression im Alter – erkennen, ansprechen, begleiten»
Zigarettenstummel im Gebüsch, Kaugummis auf dem Trottoir und PET-Flaschen am Wegrand: Rund 30 Freiwillige machten an der gemeinsamen Clean-Up-Day-Aktion in Aarau Jagd auf den liegen gebliebenen Abfall. Dabei kamen auch einige kuriose Fundstücke zum Vorschein.
Aarau Samstagnachmittag in der Aarauer Altstadt: Vor dem NIKIN TreeHouse am Graben herrscht Aufbruchstimmung. Rund 30 grosse und kleine Helferinnen und Helfer stehen bereit, ausgerüstet mit Greifzangen, Handschuhen und Abfallsäcken. Ihr Ziel ist es, Aarau ein Stück sauberer zu machen.
Eingeladen hatten der Elternverein Aarau und die NIKIN AG im Rahmen des 14. nationalen IGSU Clean-Up-Days. «Ihr werdet staunen, es gibt immer Abfall zu finden», kündigte Nadine Giunchi, Botschafter-Einsätze Verantwortliche Deutschschweiz von der IGSU, der Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt, vor dem Start an. Sie sollte recht behalten.
Bei prächtigem Herbstwetter ziehen die Gruppen durch die Altstadt und die umliegenden Quartiere. Was auf den ersten Blick sauber aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Fundgrube für Littering: PET-Flaschen, Getränkedosen, Plastikverschlüsse und vor allem Zigarettenstummel landen in den Säcken.
Letztere sind gemäss IGSU mit einem Anteil von 67 Prozent nach wie vor das häufigste Litteringprodukt in der Schweiz. Auch Tabaksticks von E-Zigaretten werden gefunden. Diese enthalten teilweise kleine, scharfe mit Edelstahl beschichtete Heizelemente.
Dabei richtet sich der Blick nicht gegen die Arbeit der städtischen Reinigungskräfte. Ganz im Gegenteil: «Die Reinigungsmitarbeiter der Stadt Aarau machen einen grossartigen Job. Natürlich können sie aber nicht überall reinigen», lautet eine Erkenntnis der Aktion. Gerade die kleinsten Abfälle bleiben zurück.
Besonders hartnäckig sind Kaugummis. Direkt vor einem Abfalleimer auf den Boden gespuckt, kleben sie am Boden fest und lassen sich nur äusserst mühsam entfernen – ein unverständliches Verhalten.
Auch die jüngsten Helferinnen und Helfer gehen mit offenen Augen durch Aarau. Neben Münzen fischen sie alte Socken, eine Velopumpe und ein Veloschutzblech aus dem öffentlichen Raum. Sogar ein altes Zivilgesetzbuch kommt zum Vorschein.
Nach rund eineinhalb Stunden treffen sich alle wieder beim NIKIN TreeHouse. Jetzt wird sortiert: PET, Aluminium und Glas werden getrennt und dem Recycling zugeführt. Insgesamt ist einiges zusammengekommen.
NIKIN-Mitbegründer und Geschäftsführer Nicholas Hänny erklärt, weshalb sich das Unternehmen an der Aktion beteiligt: «Wir wollten in Aarau ebenfalls etwas gegen das Littering machen und haben gesehen, dass der Elternverein Aarau eine Gruppe angemeldet hat. So haben wir das gemeinsam auf die Beine gestellt.»
Der Einsatz ist damit noch nicht ganz beendet: Der Elternverein Aarau spendiert den Helferinnen und Helfern einen kleinen Snack, NIKIN ein Stadtwächter Forest Ale- «Fürobebier».
Rund 60'000 Freiwillige waren an diesem Wochenende schweizweit bei knapp 700 Clean-Up-Aktionen im Einsatz. Auch in Aarau hat sich gezeigt, dass gemeinsames Anpacken Wirkung hat. Oder kurz gesagt: Aarau ist nach diesem Samstagnachmittag ein kleines Stück sauberer.
Von Olivier Diethelm
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