Rolf Walser
Interview: OK-Präsident und Gesamtschulleiter über das «Speuzer Schuelfescht»
Vertreter/innen Komitee «VERAS JA» (v. l.) Claudio Erdin, Benjamin Giezendanner, Hanspeter Zehnder, Marianne Kamm, Lucia Lanz, Carmen Suter-Frev und Stefan Huwyler. Rechts im Bild schön sichtbar, warum für VERAS mit JA gestimmt werden sollte.
Bild: Thomas Bachmann
Das Verkehrsprojekt VERAS ist eine umfassende, ausgewogene und breit abgestützte Lösung für die Mobilitätsherausforderungen in der Region Suhr und darüber hinaus. An der Medienkonferenz des Komitees «VERAS JA» zeigten die Vertreterinnen und Vertreter des Komitees auf, weshalb ein JA am 14. Juni 2026 sinnvoll und nachhaltig ist.
Suhr VERAS ist das Resultat eines langjährigen Planungsprozesses mit Einbezug von Gemeinden, Fachstellen und Interessensvertretungen. Der Grosse Rat hat das Projekt im Dezember 2025 mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Das überparteiliche Komitee «VERAS JA» vereint heute rund 90 Persönlichkeiten aus fünf Parteien sowie zahlreichen Mobilitäts- und Wirtschaftsverbänden. Stefan Huwyler, Präsident Aargauische Verkehrskonferenz, Grossrat FDP: «VERAS ist ein durchdachtes Gesamtprojekt, das Mobilität, Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang bringt.»
Im Zentrum von VERAS steht eine gesamtheitliche Mobilitätsplanung. Bahn, Bus, Strasse, Velo- und Fussverkehr werden besser aufeinander abgestimmt. Durch die Entflechtung von Bahn und Strasse wird der öffentliche Verkehr gestärkt und gleichzeitig der Strassenverkehr verflüssigt. Neue Veloverbindungen und sichere Wege für Fussgängerinnen und Fussgänger ergänzen das Konzept. Claudio Erdin, Geschäftsführer TCS Aargau: «VERAS ist keine Einzelmassnahme, sondern eine echte Gesamtlösung für alle Verkehrsträger. Das Projekt ist ein Musterbeispiel für moderne, gesamtheitliche Mobilitäts- und Raumplanung.»
Heute belasten täglich über 20'000 Fahrzeuge den Durchgangsverkehr in Suhr. VERAS reduziert Staus, Lärm und Emissionen deutlich. Die Entlastung des Ortskerns schafft Raum für mehr Lebensqualität und eine attraktive Gestaltung des öffentlichen Raums. Hans-Peter Zehnder, Präsident IG Umfahrung Suhr: «Weniger Stau bedeutet mehr Lebensqualität. Hier setzt VERAS an: Zum Wohle von Bevölkerung, Umwelt und Mobilität.»
Das Projekt umfasst zentrale Infrastrukturelemente wie die neue SBB-Überführung Bernstrasse Ost, den Tunnel Wynematte sowie die Erneuerung wichtiger Verkehrsachsen. Gleichzeitig werden Massnahmen in den Bereichen Siedlung, Umwelt und Landschaft umgesetzt. Die Region steht geschlossen hinter dem Projekt. Carmen Suter-Frey, Gemeindepräsidentin Suhr: «VERAS ist weit mehr als ein Strassenprojekt mit Ausgleichsmassnahmen aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes. Es ist ein umfassendes Vorhaben, das eine langfristig funktionierende, sichere und nachhaltige Mobilität und Raumplanung im Grossraum Suhr sicherstellt.»
Nicht nur Suhr, sondern auch umliegende Gebiete wie der Bezirk Kulm profitieren. Die heutige Staubelastung führt zu erheblichen Zeitverlusten – VERAS bringt hier eine dringend benötigte Entlastung und verbessert die Erreichbarkeit. Lucia Lanz, Grossrätin, Vorstandsmitglied SP Bezirk Kulm: «Die massiven Staus im Raum Suhr belasten gerade auch den Bezirk Kulm stark. VERAS bringt mit den SBB-Bahnüberführungen und weiteren Massnahmen die dringend benötigte Entlastung. »
Durch die Verlagerung des Verkehrs aus den Dorfzentren werden Quartiere entlastet und Strassenräume sicherer. Besonders Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende profitieren von besseren Querungsmöglichkeiten und attraktiveren Verbindungen. Marianne Kamm, Verbandssekretärin ASTAG Aargau: «Mit VERAS wird ein Grossteil des Autoverkehrs aus dem Zentrum auf Umfahrungsrouten verlagert. Zudem entsteht mehr Platz für den Zubringer-Güterverkehr. Das bedeutet mehr Sicherheit für Fussgängerinnen, Velofahrer und alle weiteren Verkehrsteilnehmer.»
Zuverlässige Verkehrsverbindungen sind eine zentrale Voraussetzung für eine funktionierende Wirtschaft. VERAS reduziert Staukosten, verbessert die Erreichbarkeit und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit der Region und des Kantons Aargau.
Die Finanzierung von VERAS ist langfristig gesichert. Der kantonale Anteil wird über die zweckgebundene Strassenrechnung finanziert und belastet das ordentliche Budget nicht.
Benjamin Giezendanner, Präsident Aargauischer Gewerbeverband, Nationalrat SVP: «Staus verursachen massive Kosten für Unternehmen und Kunden. Mit VERAS werden die Staus im Raum Suhr/Aarau massiv reduziert. Die Kosten dafür übernehmen die Verkehrsteilnehmer selbst: Die Gelder stammen aus der kantonalen Strassenkasse, geäufnet über Verkehrsabgaben. Sie belasten Kantonsrechnung und Steuerzahler nicht.»
pd
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