Sonja Enz
und Julia Hochuli im Gespräch zur neuen Austellung im Stapferhaus
Christoph Blocher
Eine Journalistin hat geschrieben, unsere Bundesräte seien gewissermassen die Schweizer «Royals». Nun, allzu viel Glanz und Glitzer umgibt sie zum Glück nicht, dafür erzeugen sie weniger Skandale. Die Schweiz ist ein glückliches Land, weil es in der Regierung keine Genies oder überragende Persönlichkeiten braucht.
Dennoch stellt das Amt eines Bundesrates heute höhere Anforderungen. Mittlerweile geht es allein beim Bund um Jahresausgaben von gegen 100 Milliarden. Speziell bei zwei Departementen ist der Führungsbedarf offenkundig: Im Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) und im Verteidigungsdepartement (VBS).
Die SVP muss nach dem Rücktritt von Bundespräsident Guy Parmelin damit rechnen, dass sie entweder das EJPD mit dem verwahrlosten Asylwesen oder das VBS mit einer heruntergewirtschafteten Armee übernehmen muss. Die Bewerber der SVP müssen diese anspruchsvollen Departemente führen und in Ordnung bringen können. Wenn sie dazu fähig sind, können sie auch alle anderen Departemente leiten, wenn ihnen eines davon zufallen sollte.
Wenn das Wirtschaftsdepartement nicht in SP-Hände fallen soll, müsste allenfalls die SVP dieses übernehmen, was kein Problem ist. Dann würde Beat Jans (SP) auf den Rücktritt von Ignazio Cassis (FDP) warten und das Äussere übernehmen. Dort kann ein Bundesrat nicht allzu viel Schaden anrichten.
Das heisst für die SVP: Ob Deutsch- oder Westschweizer, ob Mann oder Frau, ob aus einem kleinen oder grossen Kanton stammend, ist jetzt nebensächlich. Entscheidend ist einzig, ob er oder sie führen und sich gegen die Verwaltung durchsetzen kann. Dies sollte die Person in ihrer bisherigen beruflichen und politischen Tätigkeit bewiesen haben. Es braucht diesmal ein Anforderungsprofil in diesem Sinne.
E gfreuti Wuche
Christoph Blocher
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