Michael Scherrer
Er analysiert die Gegner des FC Aarau
Paul Keller vom Planungsbüro Arcoplan stellt die drei Ergebnisse aus der Testplanung vor.
Bild: aob
Im Rahmen einer Testplanung untersucht die Gemeinde Staufen, wie der Dorfkern am Lindenplatz in Zukunft aussehen soll. Nun liegen die ersten Ergebnisse vor.
Staufen Der Lindenplatz in Staufen ist heute weniger ein Platz als eine grosse Kreuzung. Das gemeindeeigene Mehrzweckgebäude, wo heute unter anderem die Feuerwehr unterkommt, ist in die Jahre gekommen und auch die dahinterliegenden Parzellen der ebenfalls in die Testplanung involvierten P. Doninelli AG und Max Zuckerschwerdt AG sind in Anbetracht der Lage unternutzt.
Für die Gemeinde ist das Areal damit «von grosser strategischer Bedeutung für eine qualitätsvolle Entwicklung», wie es im Schlussbericht zur kürzlich abgeschlossenen Testplanung heisst. Im Rahmen dieser haben drei Architekturbüros ihre Ideen für die Erschliessung und Bebauung des Areals auf Papier gebracht. Am 18. September präsentierte Paul Keller vom begleitenden Planungsbüro nun die Ergebnisse.
Im Kern unterscheiden sich die Entwürfe der drei Architekturbüros (Arbeitsgemeinschaft am-architektur GmbH Lenzburg, Herzog Architekten Zürich und noa Landschaftsarchitektur AG; Frei Architekten AG und Netwerch AG) nur marginal. Auf den privaten Parzellen soll mehrheitlich Wohnraum entsehen. In durch eine Parkanlage verbundenden, drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern könnten dereinst rund 100 Wohnungen entstehen.
Am Ort des heutigen Restaurant Linde soll weiterhin eine Gastwirtschaft Platz finden und die Gemeindeparzelle, auf der das Mehrzweckgebäude steht, soll frisch beabut werden – wobei noch nicht klar ist, ob das Gebäude weiterhin durch die Gemeinde genutzt werden wird.
Deutlich aufgewertet werden, soll in allen Projekten aber der Lindenplatz. Ziel ist es, dass der Platz künftig tatsächlich als solcher durch die Bevölkerung nutzbar wird, sagte auch Gemeinderat Gallus Zahno. Angedacht ist gemäss der Planung auch, dass die Situation für die Busse durch eine bessere Anordnung der Haltestellen verbessert wird.
Bis aus der Testplanung ein Bauprojekt wird und tatsächlich die Bagger rollen, ist es aber noch eine ganze Weile hin. Den weiteren Zeitplan bestimmen die drei Grundeigentümer, mit einem Baubeginn in den nächsten fünf Jahren ist aber nicht zu rechenen. Steht dereinst ein Projekt, muss das Areal erst von den Auflagen der Dorfkernzone befreit werden – entweder durch einen Gestaltungsplan oder eine Änderung der Bau- und Nutzungsordnung. So oder so untersteht diese Entscheidung dem Souverän.
Erste Bedenken wurden am 18. September von der Bevölkerung auch bereits vorgebracht. Besonders die Frage der Verkehrsführung wurde aufgeworfen. Als Vorgabe für die Planungsarbeiten galt nämlich, dass die Tiefgaragen der Wohnüberbaung mit je einer Zufahrt vom Rennweg und vom Mühleweg her erschlossen werden müssen, was die enstsprechenden Anwohner nicht erfreute. Sowohl Paul Keller als auch Gallus Zahno betonten aber mehrfach, dass noch nichts in Stein gemeisselt und es für Detailfragen zum Verkehrskonzept damit viel zu früh ist. Der Schlussbericht ist auf dem Gemeindeblog www.5603staufen.blog einsehbar.
Von Adrian Oberer
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