Nadine Flück und Oliver Jacobs
begleiten Menschen aus eigener Erfahrung aus der Sucht
Symbolbild: wikimedia commons/Smiley.toerist
Ein 18-Jähriger ist am 5. Februar beim sogenannten Train-Surfing ums Leben gekommen. Der junge Mann erlitt auf dem Dach eines fahrenden Zuges einen tödlichen Stromschlag – es ist bereits der zweite Vorfall dieser Art innert weniger Wochen.
Seetal Gegen 19:30 Uhr ging bei der Kantonspolizei Aargau die Meldung ein, dass zwei Personen auf das Dach eines Zuges zwischen Beinwil am See und Mosen geklettert seien. Wie die Kantonspolizei Aargau in einer Medienmitteilung schreibt, handelte es sich um einen 17- und einen 18-jährigen Mann, die den Zug zuvor im Bahnhof Lenzburg bestiegen hatten.
Im Bereich Beinwil am See kam der 18-Jährige den stromführenden Komponenten des Zuges zu nahe. Ein Stromschlag verletzte ihn in der Folge tödlich und schleuderte ihn vom Dach des fahrenden Zuges. Sein 17-jähriger Begleiter blieb unverletzt. Er wurde anschliessend vor Ort von einem Care-Team betreut.
Die Bergungsarbeiten erforderten die mehrstündige Sperrung sowohl der Bahnlinie als auch der Hauptstrasse zwischen Beinwil am See und Mosen. Die Feuerwehr Birrwil und die Regiowehr Aesch richteten Umleitungen ein.
Die Staatsanwaltschaft hat laut Medienmitteilung eine Untersuchung eröffnet. Die Kantonspolizei ermittelt zur Klärung des genauen Unfallhergangs.
Es ist der zweite Vorfall dieser Art innert weniger Wochen im Kanton Aargau: Bereits am 24. Januar kletterte ein 17-Jähriger im Bahnhof Zofingen auf einen Güterwagen und wurde durch einen Stromschlag tödlich verletzt.
Die Kantonspolizei Aargau warnt in ihrer Mitteilung eindringlich: Im Bereich von Gleisen und Fahrleitungen besteht höchste Lebensgefahr. Gleisanlagen dürfen keinesfalls betreten und Bahnwagen keinesfalls bestiegen werden. Die Gefahr durch herannahende Züge oder durch Stromschläge sei allgegenwärtig.
aob
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