Die Augenbinde
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Vier Varianten werden in der zweiten Phase vertieft geprüft.
Bild: zvg
Nord oder Süd, mit oder ohne Tunnel? Nach Abschluss der ersten Planungsphase stehen vier Variantenfamilien für eine mögliche Umfahrung von Möriken-Wildegg fest. Die endgültige Entscheidung fällt frühestens Anfang 2027.
Möriken-Wildegg Die Planung einer möglichen Umfahrungsstrasse für Möriken-Wildegg kommt voran. Die erste Phase der Zweckmässigkeitsbeurteilung ist nun abgeschlossen, wie das Departement für Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) mitteilt. Gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden Möriken-Wildegg, Auenstein, Holderbank, Niederlenz, Rupperswil und Veltheim seien zahlreiche mögliche Linienführungen analysiert und bewertet worden.
Die Varianten wurden demnach nach verschiedenen Kriterien beurteilt, darunter verkehrstechnische Wirkungen, Auswirkungen auf Siedlung und Umwelt, Kosten sowie bautechnische Risiken. Die Bewertung zeige, dass grundsätzlich alle geprüften Varianten zu einer Entlastung der Ortsdurchfahrt von Wildegg beitragen können. Allerdings gebe es deutliche Unterschiede bei den Auswirkungen auf Umwelt, Landschaft und Siedlungsentwicklung.
Für die zweite Planungsphase werden nun vier Variantenfamilien mit jeweiligen Untervarianten vertieft untersucht, wie es weiter heisst: eine Nordumfahrung gemäss Zwischenergebnis im kantonalen Richtplan, eine Nordumfahrung mit Verlängerung entlang des Bahntrassees bis nach Holderbank, eine Südumfahrung mit Tunnelführung und Zwischenanschluss an die Lenzburgerstrasse sowie eine Bündelung von Bahn- und Strasseninfrastruktur.
Nicht weiterverfolgt würden hingegen Varianten mit einer neuen Aarequerung sowie eine reine Halbumfahrung, die sogenannte Nordwestspange. Diese wiesen in der Gesamtbetrachtung erhebliche Nachteile auf. Varianten mit sehr hohen Eingriffen in sensible Räume wurden bereits in der ersten Phase verworfen.
In der zweiten Phase stehen nun die verkehrliche Wirkung, die technische und umweltrechtliche Machbarkeit sowie eine vertiefte Untersuchung der Realisierungskosten im Fokus, schreibt das BVU. Anschliessend sollen in Phase 3 die verbleibenden Varianten untereinander und mit dem zukünftigen Zustand ohne Umfahrungsstrasse verglichen werden.
Die Phase 3 werde voraussichtlich bis Anfang 2027 abgeschlossen, danach soll das weitere Vorgehen geklärt werden. Parallel dazu werde geprüft, welche begleitenden Aufwertungsmassnahmen in den Bereichen Siedlung und Verkehr möglich seien. Die Planung erfolge in enger Abstimmung mit der Optimierung des Veloroutennetzes im Raum Möriken-Wildegg.
aob
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