Rolf Walser
Interview: OK-Präsident und Gesamtschulleiter über das «Speuzer Schuelfescht»
Natur und Licht fördern mentale Gesundheit.
Bild: Garten der Klinik SGM.
Psychische Krisen können auftreten, wenn sich das Leben der Frau wandelt. Die Fachpersonen der Klinik SGM Langenthal bieten ganzheitliche Unterstützung.
Zum Frauenleben gehören anspruchsvolle Phasen. Pubertät, Schwangerschaft, Mutterwerden und Wechseljahre bedeuten Veränderungen auf mehreren Ebenen: körperlich, emotional, sozial und spirituell. Dieser Wandel birgt Chancen für persönliches Wachstum, kann aber auch zu psychischen Krisen führen. Darüber zu sprechen und die eigenen Bedürfnisse anzuerkennen, fällt nicht immer leicht. Ein Hindernis können gesellschaftliche Erwartungen an Frauen sein – als Mütter, Partnerinnen und Berufstätige. Vermeintliche Schwäche kann im Widerspruch zu idealisierten Rollenbildern stehen und Scham- und Schuldgefühle auslösen.
«Was ist nur los mit mir?», sorgen sich Frauen, wenn sie plötzlich dünnhäutig und dem Weinen ständig nah sind. Solche Gefühle können nach der Geburt eines Kindes genauso auftreten wie in der Menopause. Die Gedanken kreisen um Fragen wie: «Ist das normal oder eine psychische Erkrankung? Liegt es an den Hormonen?»
Die Hormone Östrogen und Progesteron spielen die Hauptrolle bei der Steuerung des Menstruationszyklus. Während der Schwangerschaft steigt der Hormonspiegel stark an und sinkt nach der Geburt rasch auf das frühere Niveau ab. Später im Leben, während der Menopause, schwankt die Hormonproduktion zunächst, bevor sie deutlich abnimmt. Die hormonellen Veränderungen in den verschiedenen Lebensphasen prägen nicht nur das körperliche, sondern auch das seelische Befinden. Denn die weiblichen Hormone regulieren unter anderem Serotonin und Dopamin. Diese Botenstoffe im Gehirn wirken sich auch auf Stimmung, Gefühle und Motivation aus.
Für die medizinische und therapeutische Begleitung von Frauen sind die Hormone ein wichtiger Faktor – insbesondere bei Stimmungsschwankungen, Depressionen, Schlafproblemen, starken Ängsten, Unkonzentriertheit und Antriebslosigkeit. Gleichzeitig ist es wichtig, psychische Beschwerden ganzheitlich wahrzunehmen und zu behandeln.
In der Klinik SGM Langenthal beruhen die Behandlungskonzepte auf den vier Säulen von Körper, Psyche, sozialem Umfeld und Spiritualität. Es sind Themen, die sich auch in den weiblichen Lebensfragen widerspiegeln.
Wenig Vertrauen in den eigenen Körper, Sinnfragen und ein Gefühl von Identitätsverlust können immer wieder auftreten. Wenn daraus seelisches Leid wächst, ist professionelle Unterstützung hilfreich – nicht zuletzt, um zu erfahren, wie entlastend es sein kann, Hilfe anzunehmen, anstatt immer für andere da zu sein. Das «Helfersyndrom», fachlich Co-Abhängigkeit genannt, hat häufig biografische Hintergründe. Betroffene erkennen die Bedürfnisse anderer, jedoch nicht von sich selbst. Grenzen zu setzen oder Nein zu sagen, fällt ihnen oft schwer. Das kann zu Erschöpfung, Depression, Problemen am Arbeitsplatz oder anderen Herausforderungen führen. Therapien helfen, eine gesunde Balance zwischen Geben und Nehmen zu entwickeln. Gemeinsam mit Fachpersonen lernen Betroffene, ihre Selbstwahrnehmung zu stärken und eine Identität zu finden, die nicht in erster Linie über das Helfen definiert ist.
Existenzielle Themen erhalten in der Klinik SGM Langenthal ihren wichtigen Raum – verbunden mit der Chance, sich besser kennenzulernen und neue Wege einzuschlagen. Diese Schritte führen oft über unsicheres Gelände. Auch dann stehen psychotherapeutische Fachpersonen verlässlich zur Seite.
Daraus kann sich Selbstwirksamkeit entfalten: Das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, schwierige Situationen zu meistern. Viele Frauen tragen diese Kraft bereits in sich. Manchmal braucht es jedoch unterstützende Impulse von aussen, um die eigenen Ressourcen zugänglich zu machen.
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Die Klinik SGM Langenthal ist eine Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Sie bietet stationäre und ambulante Behandlungen für Frauen und Männer an. Für Mütter in seelischen Krisen besteht ein spezialisiertes Therapiekonzept mit Mutter-Kind-Zimmern. Ein weiteres von der Klinik SGM entwickeltes Angebot beinhaltet die Kurzhospitalisation für eine heilsame Auszeit.
Suchen Sie psychologische Unterstützung? Wenden Sie sich an die Klinik SGM. Wir besprechen mit Ihnen gerne die nächsten Schritte.
KLINIK SGM LANGENTHAL
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