Die Augenbinde
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Das Bellvida in Suhr versteht sich nicht als klassisches Fitnessstudio, sondern als Ort persönlicher Gesundheitsbetreuung. Im Interview berichtet Geschäftsführer Daniel Seiler von individueller Begleitung, modernen Trainingssystemen sowie über die Verbindung von Bewegung, Ernährung und Prävention.
Was unterscheidet das Bellvida grundsätzlich von klassischen Fitnessstudios?
Das Bellvida sieht sich nicht als reines Fitnessstudio. Bei uns geht es um eine ganzheitliche Betreuung. Dazu gehört das Fitnesstraining mit Einbezug von Ernährung und Entspannung. Es ist wichtig, dass der Mensch als Ganzes angeschaut wird. Nur so können Problematiken verbessert werden. Aus diesem Grund legen wir grossen Wert auf die persönliche Betreuung auf der Fläche sowie mittels regelmässiger Kontrolltrainings mit den entsprechenden Messungen und Tests. Wer weiss, wo er steht, kann Anpassungen vornehmen und diese optimieren.
Welche Rolle spielt die persönliche Betreuung in Ihrem Angebot?
Die persönliche Betreuung ist der eigentliche Grund, wieso Menschen mit den unterschiedlichsten Problematiken bei uns trainieren. Trainingsgeräte sind oft auf einem gleichen Niveau. Was den Unterschied aber ausmacht, ist der Mensch dahinter. Das Zuhören und Betreuen kann und wird eine Maschine wohl nie so gut erledigen können wie ein Gegenüber aus Fleisch und Blut. Und auch wenn: Eine persönliche Betreuung ist aus meiner Sicht nicht ersetzbar. Wir achten deshalb auf regelmässige Betreuungstermine und haben bestens geschultes Fachpersonal, welches sich Zeit für unsere Mitglieder nimmt.
Wie begleiten Sie Menschen, die schon länger keinen Sport mehr gemacht haben?
Ein Grossteil unserer Mitglieder hat noch nie oder schon länger nichts Sportliches gemacht. Es kommt auch nicht selten vor, dass Mitglieder vor uns noch nie in einem Fitnesscenter trainiert haben. Da ist es besonders wichtig, zu Beginn eine genaue und umfassende Anamnese zu machen und die Personen langsam ans Training heranzuführen. Wir geben ihnen Sicherheit, damit sie einen guten Start in ein hoffentlich langfristiges Training bekommen.
Weil «zu spät» für die körperliche Betätigung ist es eigentlich nie, oder?
Natürlich ist es wichtig und sinnvoll, möglichst früh mit Sport und Bewegung zu starten. Für ein angepasstes Training gibt es kein zu früh. Ein zu spät gibt es da schon! ABER Training hilft immer, um den aktuellen Zustand zu verbessern und/oder gewissen Problematiken im Alter zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Unsere Muskulatur beginnt leider bereits im Alter ab ca. 30/35 Jahren zurückzugehen. Da macht es Sinn, möglichst früh dagegen zu wirken. Von daher ist jeder Tag mit Training ein gewonnener Tag.
Nicht zuletzt, weil Gebrechen im Alter wohl so präsent wie noch nie sind. Wie kann hier Training helfen?
Wie bereits oben erwähnt, geht unsere Muskulatur ab einem gewissen Alter zurück. Das heisst aber nicht, dass man da nichts tun kann. Um diesen Prozess aufzuhalten oder sogar umzudrehen, ist Training essenziell. Eines ist klar: Je mehr Muskulatur vorhanden ist, desto weniger Druck liegt auf den Gelenken. Weniger Druck auf den Gelenken gleich weniger Schmerzen. Muskulatur hilft uns, uns fortzubewegen und bis ins Alter eigenständig und mobil zu bleiben.
Wer nur an die Langhantel denkt, fehlt weit: Technologisch sind Sie mit modernen Trainingssystemen ausgestattet, mit welchen konkret? Welche Vorteile bringen solche modernen Systeme?
Wir arbeiten schon seit unserer Eröffnung 2017 mit Milon-Geräten, die elektronisch gesteuert werden. Unsere Mitglieder bekommen eine Karte, auf der alle relevanten Daten gespeichert sind. Das heisst, Sitzhöhe, Gewichte und Trainingsprogramm werden alles automatisch eingestellt. Dies hat den grossen Vorteil, dass das Training maximal sicher ist und perfekt angepasst werden kann. Auch die Trainingskontrolle kann anhand der erhaltenen Daten optimal eingestellt werden.
Wie lange dauert ein effektives Training bei Ihnen?
Ein Training dauert bei uns mit Aufwärmen auf unseren Cardiogeräten oder Sensopro, Training an den Milon-Geräten und anschliessendem Dehnen mittels Five-Konzept rund eine Stunde. Optimalerweise zweimal die Woche, um auch Fortschritte zu erzielen.
Bieten Sie neben dem Training noch andere konkrete Gesundheitsdienstleistungen an?
Wir setzen grossen Wert auf eine ganzheitliche Betreuung mit persönlicher Betreuung. Um mit dem Training die gewünschten Fortschritte zu erzielen, darf und sollte auch die Ernährung miteinbezogen werden. Dies bieten wir allen Mitgliedern einmal jährlich kostenlos an. Dabei bekommt man einen ersten groben Einblick, wie eine ausgewogene und passende Ernährung aussehen sollte. Wünscht man eine persönliche Ernährungsberatung über einen längeren Zeitraum, kann diese gerne dazu gebucht werden. Ebenfalls führen wir DNA-Analysen mittels Speicheltest bei uns im Center durch. Diese werden im Labor analysiert und die Resultate durch unseren Ernährungsberater Leon dem Mitglied verständlich erklärt. Weiter arbeiten wir eng mit der Physiotherapie Artico zusammen, welche mit den Patienten im Bellvida trainiert.
Was sind generelle Tipps für einen gesünderen Alltag?
Eigentlich ist es nicht so kompliziert. Es braucht definitiv regelmässige Bewegung und eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Wichtig zu verstehen ist aber, dass allein Bewegung nicht ausreicht, um die Muskulatur zu stärken. Hier empfehlen wir jedem, ein gezieltes Training in den Alltag einzuplanen und langfristig etwas für den Körper zu tun. Zweimal die Woche ca. eine Stunde Training wäre schon ein guter Anfang mit grosser Wirkung.
Interview: Joel Dreier
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