Yvette Körber
Frau Gemeineammann von Oberentfelden im Interview
Matthias Wegmüller. Bild: zvg
Seit 2023 führt Matthias Wegmüller das Traditionsunternehmen F. Hubmann GmbH. Im Interview erklärt der Geschäftsführer, wie er den Betrieb gemeinsam mit seinem Team in die Zukunft führt – mit Fokus auf nachhaltige Dachsanierungen, Photovoltaik und Qualität aus einer Hand.
Herr Wegmüller, zuerst das Wichtigste: Was macht die F. Hubmann GmbH?
Wir sind Spezialisten für die Sanierung und Erneuerung von Steildächern und Flachdächern. Darüber hinaus bieten wir sämtliche Arbeiten rund um die Fassade, Spenglerei sowie Photovoltaik-Anlagen an. Unser Ziel ist es, Gebäude energetisch auf den neuesten Stand zu bringen – nachhaltig, effizient und fachgerecht.
Was hebt Sie dabei von der Konkurrenz ab?
Wir stehen für Kompetenz aus einer Hand. Von der ersten Aufnahme über die Planung bis zur fertigen Abnahme begleiten wir unsere Kunden persönlich und zuverlässig. Besonders bei Dachsanierungen zeigt sich unsere Stärke: Wir verfügen über ein gutes Netz an langjährigen und regionalen Partnerschaften, welche wir je nach Bedarf hinzuziehen können, kennen die Herausforderungen bestehender Bausubstanzen genau und liefern langlebige, saubere Lösungen. Mit Stolz dürfen wir uns im Bereich Flachdach- und Steildach-Sanierungen zu den führenden Anbietern der Region zählen.
Wie kamen Sie persönlich zum Unternehmen?
Ich bin selbst gelernter Dachdecker EFZ und habe mich seit der Lehre kontinuierlich auf dem Fach weitergebildet. Über viele Jahre hinweg sammelte ich wertvolle Erfahrung als Projektleiter in der Region. Anfang 2023 durfte ich gemeinsam mit Martin Hochuli die F. Hubmann GmbH übernehmen. Es ist eine spannende Aufgabe, ein traditionsreiches und starkes Unternehmen mit neuen Ideen weiterzuführen.
Ein neues Dach, Fassade und gleich noch eine PV-Anlage drauf – ist bei Ihnen so ein «Komplettpaket» möglich?
Ja, genau das ist unser Konzept. Bei einer Dachsanierung denken wir die Photovoltaik gleich mit – alle Schnittstellen sind vorbereitet, wodurch die Umsetzung sehr effizient verläuft. Unsere Kunden schätzen, dass sie nur einen Ansprechpartner für das gesamte Projekt haben – von der Sanierung bis zur fertigen PV-Anlage.
Wie hat sich das Unternehmen im Laufe der Zeit entwickelt? Was waren dabei die grössten Meilensteine?
Die F. Hubmann GmbH wurde am 1. April 1984 von Fritz Hubmann gegründet und war anfangs auf Steildächer spezialisiert. Mit der Zeit kamen eine eigene Spenglerwerkstatt, der Fassadenbau, Flachdacharbeiten sowie die Montage von Solar- und Photovoltaikanlagen hinzu. Anfang 2023 erfolgte die Übergabe an uns – Martin Hochuli und mich. Ende 2023 ist Fritz Hubmann wie geplant aus dem Betrieb ausgeschieden. Heute führen wir das Unternehmen mit einem eingespielten Team erfolgreich weiter.
Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie momentan? Bilden Sie auch Lernende aus?
Aktuell beschäftigen wir 18 Mitarbeitende, darunter auch eine junge Dachdeckerin. Unser Team besteht mehrheitlich aus Fachpersonen, welche eine Berufslehre in der Schweiz absolviert haben. Wir legen grossen Wert auf Nachwuchsförderung und bilden Lernende in den Berufen EFZ Steildach, EFZ Flachdach und EFZ Spengler aus. Damit investieren wir gezielt in die Zukunft unseres Handwerks.
Welche Entwicklungen sehen Sie für die Branche in der Zukunft?
Sanierungen werden noch wichtiger werden – sowohl aus energetischer Sicht als auch im Hinblick auf Werterhalt. Dächer sind heute mehr als nur Schutz vor Witterung: Sie werden zu Energieflächen und spielen eine zentrale Rolle im nachhaltigen Bauen. Digitalisierung und neue Materialien werden dabei zunehmend an Bedeutung gewinnen.
KI ist im Hype. Ist das schon Thema bei Ihnen?
Ja, in der Administration setzen wir KI gerne zur automatisierten Verarbeitung von Informationen ein – das spart Zeit und schafft Freiraum für die eigentliche Arbeit. Auf der Baustelle selbst sieht es anders aus: Jede Sanierung ist einzigartig und erfordert Erfahrung, Fachwissen und Präzision. Ein gutes Dach über dem Kopf ist und bleibt eine wertvolle Handwerkskunst.
Sie haben das letzte Wort.
Auch unsere Branche kämpft mit dem Fachkräftemangel. Es würde mich sehr freuen, wenn wieder mehr junge Leute sich für unser Handwerk begeistern. Mich fasziniert noch immer, dass am Ende eines Arbeitstages ein sichtbares Ergebnis vorliegt und unsere Arbeit noch über Jahrzehnte Bestand hat.
Interview: Joel Dreier
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