Rolf Walser
Interview: OK-Präsident und Gesamtschulleiter über das «Speuzer Schuelfescht»
Am Sonntag, 31. Mai, folgt bereits der zweite Pferderenntag im Aarauer Schachen. Ab 11.20 Uhr beginnt mit dem ersten Ponyrennen das sportliche Programm. Mehrere Flach-, Jagd-, Cross-Country- und Trabrennen sorgen für einen abwechslungsreichen Renntag. Besonders im Fokus steht im Aarauer Schachen Pablo Werder: Der 20-jährige Nachwuchsreiter wird wieder im Sattel sitzen – ein Auftritt, der für ihn eine ganz besondere Bedeutung hat.
Aarau Mit gerade einmal zwanzig Jahren zählt Werder bereits zu den prägenden Figuren des Schweizer Galopprennsports. Das Jahr 2025 markiert einen entscheidenden Meilenstein in seiner Karriere. Sein persönliches Highlight aus dem letzten Jahr ist klar: «Das Championat in der Schweiz zu gewinnen und mein erster Sieger in Frankreich.» Vor allem der Erfolg im Ausland steht für den nächsten Schritt – hinaus auf internationales Terrain.
Trotz dieser Erfolge ist seine Verbundenheit zur Heimat ungebrochen. «Der Aarauer Schachen ist mein Heimatort. Die Leute, die Atmosphäre – ich bin in Aarau einfach zu Hause.» Hier begann seine Leidenschaft für den Rennsport. Als Kind verfolgte er die Rennen vom Boden aus, bis ihn Rolf Gossweiler vom Stall Zürisee erstmals in den Führring mitnahm – ein prägender Moment, der seinen Weg bestimmte.
Auf seinem bisherigen Weg wurde Werder von wichtigen Persönlichkeiten begleitet. Besonders nennt er Trainer Andreas Schärer, bei dem er viel lernen durfte, sowie die noch aktiven Reiter Tim Bürgin und Clément Lheureux.
Auf die Frage nach dem Pferd, das er am liebsten einmal geritten hätte, bleibt Pablo pragmatisch – und zugleich poetisch: «Da kann ich keines nennen, denn jedes hat seinen eigenen Touch.» Eine Aussage, die seine Wertschätzung für seine vierbeinigen Partner unterstreicht.
Abseits der Rennbahn lebt Werder das Leben eines 20-Jährigen – trifft Freunde oder seine Freundin «zum Käfele». Doch Hobbys ohne Pferde gibt es kaum: «Habe ich nicht», sagt er lachend. Seine Ziele sind klar: Nochmals Champion werden und grosse Rennen wie das Schweizer Derby, den Jockey Club und den GP St. Moritz gewinnen. Der Saisonauftakt am Muttertag verlief noch nicht ganz nach Werders Vorstellungen. Beim nächsten Renntag in Aarau am 31. Mai bietet sich ihm nun die nächste Chance, sein Können unter Beweis zu stellen. Die Besucher dürfen sich dabei nicht nur auf spannenden Rennsport freuen, sondern auch darauf, eines der vielversprechendsten Reittalente des Landes in seiner Heimat hautnah zu erleben.
pd
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